Anliegen rund um das Auskommen und zur Diversität in der visuellen Kunst
Freitag, 20. November 2020


19:45 Meet in the Lobby & technische Infos
20 Uhr Podiumsbeginn
21:45 Ende

Das Podiumsgespräch ist für Zuhörer*innen online zugänglich und wird aufgezeichnet.
Sprache: Deutsch

Link zur Teilnahme am Podium. Zoom-Meeting beitreten:
https://fhnw.zoom.us/j/94378600056
Meeting-ID: 943 7860 0056
Schnelleinwahl mobil
+41225910005,,94378600056# Schweiz
+41225910156,,94378600056# Schweiz

Nimmst du zum ersten Mal an einem Zoom-Meeting teil? Hier die Anleitung
Etwas unklar? Fragen an: gast@menuedata.net (Daniela Petrini & Tanja Trampe)

Siehe, like, teile auch die Facebook-Veranstaltung.

Das Podiumsgespräch findet als Beitrag von Irene Maag im Rahmen des Kunst-Happenings What’s cooking? (Can I work like this?) statt. Kuratiert und organisiert von data / Auftrag für parasitäre* Gastarbeit (Daniela Petrini & Tanja Trampe). Gastgeber: Ausstellungsraum Klingental, Kasernenstrasse 23, Basel


Podiumsgäste

  • Künstler*innen: Irene Maag / Lysann König (Kaskadenkondensator, Summe.xyz)
  • Verbände: Regine Helbling (Visarte, Taskforce Culture) / Marc Joset (Verband Kultur Baselland)
  • Projekträume: Katharina Good (DOCK Kunstraum, Archiv und Ausleihe)
  • Parlamentarier*innen: Claudio Miozzari (Grossrat, Kulturstadt Jetzt, Trinkgeldinitiative) / Andrea Heger (Landrätin)

Gesprächsleitung

  • Michèle Meyer, Reigoldswil

Zoom-Meeting-Betreuung

  • Technische Leitung: data / Auftrag für parasitäre* Gastarbeit (Daniela Petrini & Tanja Trampe), gast@menuedata.net
  • Aufzeichnung: Mediathek HGK FHNW, Tabea Lurk und Jürgen Enge

Konzeption und Organisation

  • Podiumsgespräch: Irene Maag in Zusammenarbeit mit
  • data / Auftrag für parasitäre* Gastarbeit (Daniela Petrini & Tanja Trampe)

 

Thema

Im Podiumsgespräch Florieren statt stagnieren, Anliegen rund um das Auskommen und zur Diversität in der Kunst werden die aktuelle und generelle Situation der Künstler*innen und Projekträume sowie Förderstrukturen beleuchtet. Es werden Fragen diskutiert, Informationen ausgetauscht, Lösungsansätze gesucht, sowie Anliegen und Forderungen formuliert. Die Podiumsteilnehmer*innen der Verbände und aus der Politik erzählen, wie sie sich für die Anliegen der Kunstschaffenden und Projekträume einsetzen.

Auf politischer Ebene geschieht dies in Basel u.a. mit der Trinkgeldinitiative, die eine Woche später, am 29.11.2020 zur Abstimmung gelangt. Die Trinkgeldinitiative fordert, „dass jährlich mindestens 5% des ordentlichen Kulturbudgets des Kantons Basel-Stadt in die aktive Basler Alternativ-, Club-, Jugend-, Pop- oder Subkultur (im Folgenden unter Alternativkultur zusammengefasst) aller Sparten fliesst. Ihr Name ist Sinnbild dafür, dass uns diese Kulturbereiche mindestens ein Trinkgeld wert sein müssen“. In Baselland wird am 16. und 17.12.2020 an der Budgetdebatte im Landrat über den Antrag von Roman Brunner abgestimmt, der als COVID-19-Sofortmassnahme Unterstützung der bildenden Kunst mit zusätzlichen Ankäufen und Projektgeldern fordert.

Um das Gespräch etwas zu konzentrieren liegt der Fokus bei der Situation der Kunstschaffenden und bei der Kunst, die vorwiegend in Projekträumen stattfindet. Die grossen Kunsthäuser, Messen und Galerien sind dieses Mal nicht mit auf dem Podium. Das kulturpolitische Podiumsgespräch ist auch ein Vernetzungsanlass. Falls in der Szene der visuellen Kunst Bedarf besteht, können in Zukunft weitere Gespräche mit spezifisch eingeladenen Referent*innen und Gästen folgen.

Das Podiumsgespräch möchte folgende Fragen thematisieren:

  • Wie geht es den Künstler*innen und Projekträumen aktuell in Zeiten von Corona und generell? Was brauchen sie? Wie steht es um die finanzielle Situation?
  • Fliessen zuwenig finanzielle Ressourcen in die Projekträume und direkt zu den Kunstschaffenden?
  • Warum wird im professionellen aber alternativen Bereich so viel unbezahlt gearbeitet?
  • Was läuft gut und wo liegen die Probleme?
  • Sind die Probleme selbstverschuldet, finanziell oder strukturell bedingt, oder fehlt der (politische) Wille?
  • Wie ist das Bekenntnis zur und die Wertschätzung der künstlerischen Vielfalt seitens Bevölkerung, Politik, Behörden und der grossen Institutionen?
  • Was sind die Qualitätsansprüche und Erwartungen an die Projekträume und Kunstschaffenden?
  • Was sind die Erwartungen seitens Kunstschaffenden und Projekträume an Politik, Behörden und an die grossen Institutionen?
  • Wie kann die aktuelle Situation verbessert werden?
  • Gibt es drängende Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten von Kunstschaffenden in Zeiten von Corona?

 

Tipps und Links zu ähnlichen Themen

Hintergrundinformationen zum Podiumsgespräch und zum Rahmen

Irene Maag wurde aufgrund ihrer kulturpolitischen Tätigkeit, in welcher sie sich u.a. für bessere Produktionsbedingungen in Kunst und Kultur einsetzt, für das Kunstprojekt What’s cooking? angefragt. Von der Erfahrung von konstanter Unter- oder Nichtfinanzierung der Kunstprojekte für die sie angefragt wird geprägt, nimmt sie sich zum Anlass zu überlegen, ob sie weiterhin so arbeiten kann und will. Can I work like this? ist auch die Frage, die Seitens der Kuratorinnen an die eingeladenen Künstler*innen und Besucher*innen gestellt wird. Irene Maag lädt ihrerseits ein, diese Frage kollektiv zu beantworten und initiiert unter dem Titel Florieren statt stagnieren eine Demonstration und ein Podiumsgespräch. Die Demonstration und das Podiumsgespräch sind zwei Projekte unter demselben Titel.

What’s cooking? A re-arrangement
Can I work like this?

Freitag, 20. November 2020, 20 Uhr für das Podiumsgespräch sowie
50 Stunden Nonstop-Projekt, verschoben auf April 2021
Kuratiert und organisiert von data / Auftrag für parasitäre* Gastarbeit (Daniela Petrini & Tanja Trampe)
Gastgeber: Ausstellungsraum Klingental, Kasernenstrasse 23, Basel

Zum kuratorischen Format What’s cooking? im Ausstellungsraum Klingental

What’s cooking? A Re-arrangement /eine Um-Ordnung (Can I work like this?) ist ein 2014 als Serie konzipiertes, kuratorisches Format. What’s cooking? besteht aus einer jeweils 50-stündigen, inhaltlich von aktuellen Fragen zum künstlerischen Arbeiten gerahmten, Nonstop-Versammlung. Es treffen künstlerische, aktivistische und theoretische Positionen aufeinander, um simultan zu produzieren, präsentieren, diskutieren und reflektieren. What’s cooking? setzt Anfänge und hält die Türen unbegrenzt offen. Spontane Gäste sind eingeladen, an den Um-Ordnungen zu partizipieren. Zentraler «Ansteckungsherd» ist die Kochstelle, die alle Anwesenden versammelt und jeden Gast auch Wirt sein lässt: Kochen, Essen, Einmischen, Einmachen! Im Ausstellungsraum Klingental gelangen aktuelle Fragen nach künstlerischem Engagement in politischen und sozialen Kontexten unter das Brennglas, verschärft durch die akuten Zeichen der Pandemie. Can I work like this? fragt nach dem Wie des Weiter.
Für den Ausstellungsraum Klingental begleitet von Thomas Heimann und Bruno Steiner.

Corona Schutzkonzept, die aktuelle Situation für die Projekte und Konsequenzen

Das Corona Schutzkonzept im Ausstellungsraum hält sich an die Vorgaben des BAG und wird in Absprache mit dem Ausstellungsraum Klingental und den Kuratorinnen ausformuliert.
Das 50 Stunden dauernde Projekt What’s cooking? wurde aufgrund Corona von November 2020 auf April 2021 verschoben. Somit wird auch die Demonstration auf dann verschoben.

Das Podiumsgespräch bildet einen Auftakt zur Ausstellung What’s cooking?. In Anbetracht der Aktualität des Themas (Trinkgeldinitiative und Budgetantrag) findet das Gespräch jetzt und nicht erst im April statt.

Konzept Florieren statt stagnieren, Irene Maag, 9.11.2020

 

Kommentare sind geschlossen